Widerstand gegen Green-⁠⁠Economy in Mittelamerika

die Tour macht am Dienstag, den 26.5. Station in Kassel !
mit einem Vortrag und Diskussion zu:

Widerstand gegen Green-⁠⁠Economy in Mittelamerika

Bertha Isabel Zúñiga, (Copin/⁠⁠ Honduras), Radiomacherin, Feministin
und Aktivistin für die Rechte indigener Gemeinden berichtet vom Kampf
gegen „grüne Projekte" und der Verteidigung indigener Rechte in
Honduras.
19.00h Café Kurbad, Sternstraße 20

Warum die Mobilisierungstour?
Anfang Juni treffen sich die Herrschenden der mächtigsten Staaten der Welt, der „Gruppe der Sieben“ (G7), zu ihrem jährlichen Gipfeltreffen auf Schloss Elmau in den bayerischen Alpen. Die negativen Folgen ihrer Politik bekommt die gesamte Welt zu spüren. Daher werden sich Tausende Aktivist_innen auf den Weg machen, um zwischen dem 3. und 8. Juni die Idylle mit massiven Protesten zu stören. Der 37. BUKO-Kongress findet zweieinhalb Wochen zuvor in Münster statt (14. bis 17. Mai). Dort werden einige Hundert Aktivist_innen debattieren, was transnationale Solidarität heute bedeutet. Die Parole lautet „future.unwritten“: Es ist an der Zeit, die Geschichte selbst neu zu schreiben.

Was liegt näher als diese beiden Orte zusammenzubringen? Mit der Inspiration des Kongresses in Münster werden wir eine international zusammengesetzte Mobilisierungstour starten, bei der wir auf dem Weg zu den Anti-G7-Protestaktionen in zahlreichen deutschen Städten Halt machen. Die internationalen Aktivist_innen, die mit dem Bus durch Deutschland touren, werden beleuchten, warum weltweit Menschen gegen die Politik der G7-Staaten kämpfen. So wollen wir zu den Protestaktionen gegen das Gipfeltreffen mobilisieren und eine solidarische Diskussion sowie eine Vernetzung Süd-Nord und Süd-Süd ermöglichen: Was sind die Bedingungen und Gemeinsamkeiten unserer Kämpfe? Wie können Süden und Norden gemeinsam für politische Veränderungen eintreten?

Themen der Mobilisierungstour
1. Freihandel
Die G7 steht unter anderem politisch für Freihandel. Seit Bekanntwerden der TTIP-Verhandlungen ist das Interesse für die Folgen des Freihandels auch hier gestiegen. Weniger bekannt scheint, dass bei bereits bestehenden Freihandelsabkommen die Wirtschaft der G7-Staaten profitiert, während die „Partner“länder der Abkommen mit den Folgen für ihre Wirtschaft und die gesamte Gesellschaft kämpfen müssen.

2. Kapitalistische Klimapolitik
Mit einer kapitalistischen Klimapolitik versucht die G7 Naturschutz über marktbasierte Maßnahmen zu erreichen: Finanzwirtschaft, Agrobusiness und Gentechnik werden unter dem Stichwort „Green Economy“ zu nachhaltigen Lösungen erklärt. Fragen nach Verteilungsgerechtigkeit oder Alternativen zu Wachstum und Privatisierung bleiben ausgeklammert, die „grünen“ Projekte werden mithilfe von Menschenrechts-verletzungen durchgesetzt.

3. Landraub
Großprojekte und die Ausbeutung von Bodenschätzen führen vermehrt zu Landraub, wogegen sich die kleinbäuerliche und indigene Bevölkerung des Globalen Südens organisiert. Denn ihre „Territorien“ nehmen eine zentrale Rolle im Streben nach Ernährungssouveränität und in der Bewahrung etwa indigener und afro-lateinamerikanischer Kultur, Sprache und Spiritualität ein. Die G7-Staaten machen sich mitschuldig, wenn sie bei Menschenrechtsverletzungen beide Augen zudrücken, um die Profitinteressen von G7-Konzernen nicht zu gefährden.

4. Militarisierung
„Militarisierung“, das ist der Bedeutungszuwachs des Militärs in einem Land, das sich nicht offiziell im Kriegszustand befindet. Politische Antagonist_innen werden als Feinde innerhalb einer Kriegslogik betrachtet. Die G7 trägt unter anderem durch die Genehmigung von Waffenexporten sowie die Vermischung von Entwicklungs- und Sicherheitspolitik zur Militarisierung im Globalen Süden bei. Ebenso spielt die militärisch-technische Aufrüstung ihrer eigenen Grenzen eine zentrale Rolle bei der Repression gegen Refugees und Migrant_innen.

5. Migration und Flucht
Mithilfe ihrer restriktiven Flüchtlingspolitik entziehen sich die G7-Staaten ihrer Verpflichtung zur Aufnahme von Schutzsuchenden. Die Parallelen zwischen dem Umgang mit Migration aus Lateinamerika in den USA, mit Geflüchteten aus Afrika, Osteuropa und dem Nahen Osten in Europa oder mit Refugees aus China und Südostasien in Japan sind kaum zu übersehen. Mörderische Grenzpolitik, Kriminalisierung und Ausgrenzung bestimmen das Bild. Bei Betrachtung der Fluchtursachen wird zudem der Bezug zu den Themen „Landraub“, „Militarisierung“ und „Freihandel“ deutlich.
weitere Infos zur Tour: dietour.blogsport.de und im Anhang

Blockupy 2015 – Veranstaltungen in Kassel

Blockupy Logo

Blockupy Aktionstraining

Samstag 7. März // 13 bis 19 Uhr

DIESE VERANSTALTUNG FÄLLT LEIDER AUS.

Krise – Sparen – Ungleichheit

Donnerstag 19. Februar 2015 // 19:00-21:00 // Ort: VHS Wilhelmshöher Allee 19-21
Referent_innen: Jenny Simon (Politologin und Aktivistin aus Berlin) & Malte Lühmann (Politikwissenschaftler und Aktivist aus Kassel)

Nach den heftigen Turbulenzen der Weltwirtschaftskrise sind große Teile der EU weiterhin fest im Griff der Krisenpolitiken von Europäischer Zentralbank und Co. Während viele Menschen in Europa unter den massiven Auswirkungen der Sparpolitik leiden, wurde die Krise von anderen längst für beendet erklärt. Doch spätestens mit den Wahlen in Griechenland drängt der Widerstand gegen die soziale Krise Europas auch hier wieder auf die Tagesordnung. In zwei Beiträgen geben die Referent_innen einen Überblick zu Hintergründen, Auswirkungen und künftigen Konflikten um die Krisenpolitik. Im Anschluss freuen wir uns auf Fragen und eine lebhafte Diskussion.

Krise – Stadt – Wohnraum

Donnerstag 12. Februar 2015 // 19:00-21:00 // Ort: Philipp-Scheidemann-Haus, Holländische Straße 74, Raum 106
Referenten: Felix Wiegand (AK Kritische Geographie – Uni Frankfurt / iL Frankfurt) & Martin Schenker (Diakonisches Werk Kassel)

Was hat die Krise mit meiner Miete zu tun? Nach dem Vertrauensverlust durch die Finanzkrise boomt der Immobilienmarkt in Deutschland. Die Investitionen verändern das Gesicht der Städte. Bei steigenden Mieten ist oft kein Platz mehr für arme und sozial ausgegrenzte Menschen. Ohne aktive Interventionen in Wohnungsmarkt und Stadtpolitik schlägt sich die Krise so auch hier im Alltag nieder. Diese Zusammenhänge diskutieren wir mit den Referenten angesichts der aktuellen Lage in Kassel.

Blockupy 2015 – Let‛s take over the party

ich nehm mir frei

Am 18. März 2015 will die Europäische Zentralbank (EZB) in Frankfurt am Main ihr neues Hauptquartier feierlich eröffnen. Wir finden: Es gibt nichts zu feiern an Sparpolitik und Verarmung! Tausende von wütenden Menschen und entschlossenen Aktivist_innen aus ganz Europa werden daher die Straßen rund um den Eurotower blockieren und dieses Event unterbrechen.

Wir werden ihre Party übernehmen und sie in einen Ausdruck
des transnationalen Widerstands verwandeln!

Denn „Austerity kills!“ Die Troika-Krisenpolitik wird schleichend zum Normalbetrieb: Minijobs und Hartz IV, autoritäre Politik und Sozialabbau, rassistische Abschiebungen und Privatisierung öffentlicher Güter – sie zerstören Gesundheitssysteme, verantworten Arbeitslosigkeit, Zwangsräumungen, Prekarisierung und nationalistische Reflexe.

Die Krise soll zur Lebensform werden –
doch wir werden uns nicht gewöhnen!

Aus vielen Quellen entstehen neue Kräfte, die für soziale Rechte und Alternativen kämpfen und neue Formen von demokratischer Organisierung und solidarischer Ökonomie entwickeln. Wir widersetzen uns der autoritären Durchsetzung der Spar- und Reformpakete und treten für die Demokratisierung aller Lebensbereiche ein.

Sie wollen Kapitalismus ohne Demokratie,
wir wollen Demokratie ohne Kapitalismus!

mehr Infos unter: https://blockupy.org/

Blockupy Plattform Kassel


Blockupy Plattform Kassel
am 23.6. um 19 Uhr im DGB Jugendclub Spohrstr.6-8
Wir laden alle Interessierten zum Austausch über Blockupy ein:

•Input zur Entstehung und Bedeutung von
Blockupy mit einem Referenten aus dem Blockupy Bündniss

•gemeinsame Mobilisierung

•Planung von lokalen Aktionen und Veranstaltungen zur europäischen Krisenpolitik

Gemeinsam mit vielen anderen Bewegungen und Bündnissen in ganz Europa rief Blockupy im Mai zu Tagen des Widerstands gegen die
Politik der Troika und der EU auf.
Die Aktionswoche vom 15.-25. Mai war der Auftakt zu massenhaften Protesten und Blockaden zur Eröffnung der Europäischen Zentralbank in
Frankfurt im Herbst. Ein Protest gegen die Verarmungspolitik, gegen Ausgrenzung und Entdemokratisierung.
Das europäische Bündnis verbindet die Perspektive einer Bewegung für Demokratie, Solidarität und die Aneignung von Gemeingütern .
Blockupy wendet sich entschieden gegen jeden Versuch, die Politik der Krisenverschärfung mit nationalistischer und rassistischerStimmungsmache und Ausgrenzungen zu beantworten.
http://blockupy.org/