Archiv der Kategorie 'Allgemein'

Praxistipps statt Aluhut

Nachdem die Reihe Aluhut und gut? abgeschlossen ist, sind zwar viele Fragen rund um Internetüberwachung und digitale Selbstverteidigung beantwortet worden – Einiges ist aber offen geblieben. Damit ihr euch jetzt selbst weiter schlau machen könnt, haben wir hier einige Hinweise gesammelt, die zum Teil in den Veranstaltungen erwähnt worden sind. Außerdem gibts es einige der Vorträge zum Nachhören bzw. Lesen und Links zum Weiterstöbern.

Weitere Infos zu Moritz Tremmel findet ihr auf seiner Seite.

Auf mtmedia.org gibts Anleitungen für sichere Kommunikation, sicheres Surfen und anderes.

prism-break.org enthällt Links zu alternativen Programmen und Apps, die WhatsApp und Co ersetzen können.

Das Capulcu-Kollektiv stellt sich und weiteren Lesestoff zum technologischen Angriff hier vor.

Den Vortrag der Gruppe könnt ihr hier nachhören.

Weitere Infos und Hilfen zum Schutz eurer Privatisphäre im Internet gibts bei privacytools.io.

Ihre Einführung in die Email-Verschlüsselung im Rahmen der Veranstaltungsreihe haben die Leute vom flipdot netterweise selbst online gestellt unter flipdot.org.

Aluhut und gut? – von Internetüberwachung zu digitaler Selbstverteidigung

Veranstaltungsreihe Aluhut und gut?

Alle wollen unsere Daten: Facebook, Google und Amazon sowieso aber auch Geheimdienste, Polizeien und andere Behörden. So weit, so bekannt. Und trotzdem wissen wir doch viel zu wenig darüber, wer da eigentlich was sammelt und wozu. Mit dieser Veranstaltungsreihe wollen wir etwas Licht ins Dunkel der staatlich und privat betriebenen Internetüberwachung bringen und den Fragen nach dem Wie und Warum auf den Grund gehen. Dazu gibt es Informationen vom Netzaktivisten Moritz Tremmel und dem Redaktionskollektiv Çapulcu. Praktisch gegen Kontrolle und Überwachung richten sich die beiden anschließenden Workshops, in denen Tipps und Fähigkeiten zur digitalen Selbstverteidigung vermittelt werden. So können wir alle unsere persönlichen Daten und unsere digitale Kommunikation zumindest ein Stück sicherer machen.

4. Salon: Lernen von Athen

Salon Lernen von Athen

Was kann „Lernen von Athen“ eigentlich in einem politisch-emanzipatorischen Sinne heißen?

Im April 2017 unternahmen wir eine Reise nach Athen, wo wir mit verschiedenen Menschen über das Leitmotiv der documenta14 ebenso wie über die Krise in Europa und Griechenland, Austeritätspolitik und vor allem Solidarität gesprochen haben.

Wir nehmen den 4. Kasseler Salon zum Anlass, über diese Erfahrungen und den Launch eines neuen Zines zu Formen von Widerständigkeit zwischen Kassel und Athen zu diskutieren. Wie immer bei unseren Salons, gibt es zu Beginn einige vorbereiteten Wortbeiträge, die dann um spontane Beiträge aller Teilnehmenden ergänzt in einer gemeinsamen Diskussion münden. Wir sind gespannt auf eure Erfahrungen, Ideen und Perspektiven.

Häuser und Wohnraum vergesellschaften! Solidarität mit der Besetzung der Villa Rühl!

Der Kapitalismus und seine Krisen prägen unsere Städte, unser Leben, unseren Alltag. Steigende Mieten bei gleichzeitigem Leerstand, mehr und mehr Zwangsräumungen bei gleichzeitig immer mehr Wohneigentum, unbezahlbare Kulturspektakel bei schwindenden Räumen für nicht-kommerzielle Kunst, Musik und politische Debatten. Diese Widersprüche machen sich auch in Kassel deutlich bemerkbar.
Viele Menschen wehren sich bereits gegen die damit einhergehende soziale Spaltung der Stadt und stellen die Konventionen der kapitalistischen Gesellschaft infrage. In diesen politischen Auseinandersetzungen werden die Bedürfnisse der Vielen und gesellschaftliche Verantwortung jedoch stets den privaten Interessen der Wenigen untergeordnet. Oftmals kommt es sogar zu einer Kriminalisierung derjenigen, die sich für eine andere Gesellschaft, jenseits von Verwertungslogik und Konkurrenzdruck, einsetzen. Dies finden wir falsch!

Die Gruppe d.o.r.n. solidarisiert sich mit den Besetzer*innen „Unserer Villa“ in der Mönchebergstraße 42 und dem Ziel ein soziales Zentrum für alle aufzubauen. Solche Orte der praktischen Solidarität, in denen wir gemeinschaftlich städtischen Raum jenseits privaten Eigentums organisieren und gestalten, braucht es in Kassel wie überall.

Von Athen lernen heißt Solidarität organisieren SOLI-COCKTAILTRESEN ZUM ERSTEN MAI

Seit fast 10 Jahren durchlebt die griechische Gesellschaft eine tiefe wirtschaftliche, politische und soziale Krise. Die von Regierungen und EU durchgesetzte Kürzungspolitik hat vielen Menschen die notwendigen Mittel zum Leben genommen und soziale Infrastrukturen zerstört. Zwar sind die großen Bewegungen von 2011/2012 vorbei, doch Projekte des Widerstands, der Selbstorganisation und der Solidarität bleiben.
Inmitten einer äußerst schwierigen Lage gibt es Orte wie das City Plaza hotel, das 2016 besetzt wurde und in dem derzeit fast 400 Geflüchtete leben und zusammen gegen das rassistische Grenzregime kämpfen. Auch in Perama, einem Ortsteil der Hafenstadt Piräus in der Nähe Athens, organisieren sich Nachbar*innen in einem sozialen Zentrum. Perama ist von hoher Arbeitslosigkeit betroffen, das Geld reicht oft nicht für den Lebensmitteleinkauf oder die Stromrechnung. In gemeinsamen Initiativen stemmen die Bewohner*innen der Nachbarschaft jedoch eine solidarische Küche oder Nachhilfeunterricht für Kinder. Sie konnten in ihren politischen Kämpfen einen kostenfreien ÖPNV-Transport für Erwerbslose zwischen Piräus und Athen und die Verhinderung von Zwangsräumungen durchsetzen. Diese Projekte agieren ohne finanzielle Sicherheit und müssen jeden Monat aufs Neue die Mittel für Miete, Strom, medizinische Güter usw. aufbringen.

Alle Einnahmen des Soli-Tresens gehen daher an das soziale Zentrum in Perama. Kommt also zahlreich und beschließt den 1.Mai mit einem Soli-Cocktail!