Von Athen lernen heißt Solidarität organisieren SOLI-COCKTAILTRESEN ZUM ERSTEN MAI

Seit fast 10 Jahren durchlebt die griechische Gesellschaft eine tiefe wirtschaftliche, politische und soziale Krise. Die von Regierungen und EU durchgesetzte Kürzungspolitik hat vielen Menschen die notwendigen Mittel zum Leben genommen und soziale Infrastrukturen zerstört. Zwar sind die großen Bewegungen von 2011/2012 vorbei, doch Projekte des Widerstands, der Selbstorganisation und der Solidarität bleiben.
Inmitten einer äußerst schwierigen Lage gibt es Orte wie das City Plaza hotel, das 2016 besetzt wurde und in dem derzeit fast 400 Geflüchtete leben und zusammen gegen das rassistische Grenzregime kämpfen. Auch in Perama, einem Ortsteil der Hafenstadt Piräus in der Nähe Athens, organisieren sich Nachbar*innen in einem sozialen Zentrum. Perama ist von hoher Arbeitslosigkeit betroffen, das Geld reicht oft nicht für den Lebensmitteleinkauf oder die Stromrechnung. In gemeinsamen Initiativen stemmen die Bewohner*innen der Nachbarschaft jedoch eine solidarische Küche oder Nachhilfeunterricht für Kinder. Sie konnten in ihren politischen Kämpfen einen kostenfreien ÖPNV-Transport für Erwerbslose zwischen Piräus und Athen und die Verhinderung von Zwangsräumungen durchsetzen. Diese Projekte agieren ohne finanzielle Sicherheit und müssen jeden Monat aufs Neue die Mittel für Miete, Strom, medizinische Güter usw. aufbringen.

Alle Einnahmen des Soli-Tresens gehen daher an das soziale Zentrum in Perama. Kommt also zahlreich und beschließt den 1.Mai mit einem Soli-Cocktail!

Teilen:
  • Facebook
  • Twitter